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Betriebsausgaben: Benzinkosten notfalls schätzen

Was kann man bei fehlenden Tankbelegen tun?

Bei der Gewinnermittlung merken Sie, dass Tankbelege für Ihren betrieblich genutzten Pkw nur lückenhaft vorhanden sind oder sogar ganz fehlen. Was können Sie in dieser Situation tun?

Das Problem kann zum einen dann auftreten, wenn Sie einen Pkw im Privatvermögen halten und betrieblich genutzt haben, für den die tatsächlichen Kilometerkosten berechnet werden sollen, weil Sie sich nicht mit der Kilometerpauschale von 0,30 € je gefahrenen Kilometer zufriedengeben wollen.

Zum anderen kann es aber natürlich auch um einen Wagen gehen, der zu Ihrem Betriebsvermögen gehört, bei dem also alle nachgewiesenen Kosten als Betriebsausgaben zu berücksichtigen sind.

Fehlen nur einzelne Belege, können Sie sich mit einem Eigenbeleg über die tatsächlich angefallenen Kosten behelfen. Wenn allerdings Tankquittungen in größerem Umfang fehlen, sollten Sie nicht auf den Betriebsausgabenabzug verzichten, sondern eine Teilschätzung der Kosten vornehmen. Das Ergebnis der Schätzung legen Sie dann ebenfalls als Eigenbeleg in den Buchführungsunterlagen ab. Die Finanzverwaltung akzeptiert das, da diese Kosten ja zweifellos entstanden sind.

Um die Kosten schätzen zu können, brauchen Sie neben den gefahrenen Kilometern den vom Hersteller angegebenen durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch für Ihren Fahrzeugtyp sowie die durchschnittlichen Kraftstoffpreise im betreffenden Jahr. Rechenhilfe finden Sie beim Mineralölwirtschaftsverband: Dieser gibt auf www.mwv.de für jeden Monat des Jahres den Durchschnittspreis pro Liter Superbenzin und Diesel an.

Quelle: www.steuertipps.de

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